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Verbesserte Vernetzung und herstellerunabhängige Lösungen treiben nächste POCT-Generation voran, so die Berater von Frost & Sullivan

Frankfurt am Main, 28 März 2019 – Der europäische Markt für Point-of-Care-Testing (POCT) von Infektionserkrankungen, der derzeit 753,1 Millionen US-Dollar ausmacht, wird bis 2022 voraussichtlich auf 1,41 Milliarden US-Dollar anwachsen, da ständig neue Anwendungsmöglichkeiten hinzukommen, darunter Sepsis und Krankenhausinfektionen wie Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) und Antibiotikaresistenz (AMR). Der US-Markt wird im selben Zeitraum voraussichtlich ähnliche Wachstumsraten verzeichnen, da das Wiederauftreten von Krankheiten wie beispielsweise Hepatitis A und Lyme-Borreliose sowie neue Grippeviren wie H1, H3 H7 das Marktvolumen von 0,83 Milliarden US-Dollar auf 1,54 Milliarden US-Dollar ansteigen lassen werden.

„Während das europäische POCT von Infektionserkrankungen durch staatliche Maßnahmen unterstützt wird, die darauf abzielen, Gesundheitskosten durch Prävention zu senken, wird das US-amerikanische Pendant in Zukunft von einer stärkeren Dezentralisierung des Marktes profitieren, und auch davon, dass es mehr und mehr Tests geben wird, die nicht  den Clinical Laboratory Improvement Amendments (CLIA) unterliegen.”, erklärt Saravanan Thangaraj, Research Analyst im Bereich Transformational Health. „Das Fehlen eines einheitlichen Kostenerstattungssystems in der Europäischen Union hat jedoch zu einer nichtlinearen praktischen Übernahme und uneinheitlichen Preismodellen geführt, während der US-Markt durch Kostenkürzungen bei Medicare und Medicaid beeinträchtigt wird.”

Die aktuelle Frost & Sullivan-Studie Growth Insights for US/European Infectious Disease Point-of-Care Testing (POCT) Market, Forecast to 2022verdeutlicht die sich entwickelnden geschäftlichen Möglichkeiten, die wichtigsten Trends und das regulatorische Umfeld. Sie stellt zudem die Wettbewerbsstruktur von Unternehmen dar, die den Markt durch die Implementierung von Best Practices, visionäre Führung und Produktinnovation gestalten können. Darüber hinaus werden die Umsatzgrößen der Märkte analysiert und Einblicke in wichtige Technologiesegmente und Krankheitsfelder gegeben. Die Studie umfasst die geografischen Märkte der USA, Westeuropas (Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien), Skandinaviens (Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland) und der Beneluxstaaten (Belgien, Niederlande und Luxemburg).

„Um auf dem komplexen europäischen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, setzen POCT-Anbieter eine Vielzahl von digitalen Strategien und Netzwerklösungen ein, anstatt sich nur auf ein vereinheitlichtes, allumfassendes Produktportfolio zu verlassen.”, erläutert Thangaraj. “Der US-Markt konzentriert sich hingegen auf Kooperationen mit Retail Clinics und Pharmaunternehmen für das kommerzielle Datenmarketing. Gleichzeitig wird größerer Wert auf ein einfaches Design, Miniaturisierung und die hohe Genauigkeit von molekularen POCTs gelegt.”

Zu den wichtigsten Wachstumschancen in den USA und Europa gehören:

  • Multiplexed POCT (xPOCT) ermöglicht die gleichzeitige Vor-Ort-Quantifizierung verschiedener Analyten aus einer einzigen Probe (z. B. Blut, Plasma oder Urin). Neuere xPOCTs, wie beispielsweise die von Alveo Technology, sind in der Lage, mit bis zu 100 Analyten simultan zu verfahren. Außerdem werden mit Alere Triage und Multiplo von MedMira kombinierte Testlösungen für Hepatitis B und C, HIV und Syphilis geboten.
  • Entwicklung von Smartphone-basiertem POCT und Biochip-Array-Technologie (BAT) zur Erhöhung der Genauigkeit von POCTs.
  • Einbettung von POCTs in Netzwerklösungen, die es ermöglichen, Ergebnisse an eine zentrale Datenbank zu senden. Die Kommunikationsmöglichkeiten können durch drahtlose Vernetzungen mehrerer Anbieter mit einem einzigen Dealer Management System (DMS) mit bidirektionaler Kommunikation zu drahtlosen POCT-Geräten ausgeweitet werden.
  • Erschließung des Middleware-Marktes durch eine herstellerunabhängige Lösung.
  • Nutzung der Neuerungen der Fernüberwachungstechnologie und Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit von Instrumenten zur Steigerung der Akzeptanz von Zuhause-Tests.
  • Anbieten neuer Geschäftsmodelle wie Patienten-Selbsttests und Expansion in Retail Clinics und mobile Kliniken.
  • Unternehmen werden aufgefordert, das Potenzial von Kooperationen zur gemeinsamen Entwicklung von POCTs für integrierte Lösungen auszuloten. Chembio und LumiraDx arbeiten beispielsweise bereits bei der Entwicklung neuer POCT-Diagnosetests für Infektionskrankheiten zusammen.

Sepsis ist die dritthäufigste Todesursache in Europa. In Deutschland und Österreich treten jährlich 79.000 Fälle auf; allein in Deutschland sterben täglich etwa 130 Patienten. In Europa wurde Sepsis kürzlich als eine wachsende Bedrohung eingestuft, wobei die steigende Sterblichkeitsrate mit traditionellem Sepsis-Versorgungmanagement in Zusammenhang gebracht wird. Die Sterblichkeit durch Sepsis steigt pro Stunde Behandlungsverzögerung um 8 Prozent. Eine schnelle Diagnose durch den Einsatz von POCT-Techniken könnte dieser Behandlungsverzögerung entgegenwirken und bis zu 80 Prozent der Sepsis-Todesfälle in der EU verhindern. Durch Zusammenschlüsse von Krankenhäusern und die Privatisierung von Labors hat sich der POCT-Markt in Deutschland seit 2016 stark verändert. Es wird eine Steigerung der Erstattungssätze erwartet, da die konsolidierten Unternehmen Einkäufergruppen bilden, deren Verhalten Auswirkungen auf den Markt haben wird.

Weitere kostenfreie, englischsprachige Informationen zu dieser Studie finden Sie hier:  http://frost.ly/3bp

Die Studie Growth Insights for US/European Infectious Disease Point-of-Care Testing (POCT) Market, Forecast to 2022 ist Teil des globalen Frost & Sullivan Advanced Medical Technologies Growth Partnership Service Programms.

Über Frost & Sullivan

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Pressekontakt:

Magdalena Ford
Corporate Communications – Europe
P: +49 (0)69 77033 43
E: magdalena.ford@frost.com
Twitter: @Frost_Sullivan

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